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Das Schöllkraut

Das Schöllkraut (Chelidonium majus) gehört zu den Mohngewächsen (Papaveraceae). Es wird nicht von ungefähr auch als Warzenkraut bezeichnet. Andere Namen sind Goldwurz, Schminkwurz und Krätzenkraut.

Schöllkraut wächst bei mir rund ums Haus. Und wenn eine Pflanze sich bei mir so wohl fühlt, sollte man sich ja auch fragen, was sie mir damit andeuten möchte. Nun ja, das Schöllkraut ist bekannt für seine Hilfe bei Warzen. Aber Warzen hab ich keine. Also das wohl nicht. Aber was könnte dann seine Bedeutung für mich sein?

Nehme ich die Signaturenlehre zur Hilfe, dann sehe ich, dass Schöllkraut mit seinem goldgelben Milchsaft zu den Heilmitteln bei Leberleiden und auch bei Galleleiden. Und da hat es mich erwischt, das Schöllkraut! Seine Inhaltsstoffe bestehen aus unterschiedlichen Alkaloiden, darunter Berberin und Chelidonin. Diese Alkaloide machen das Schöllkraut leicht giftig, aber auch hochwirksam: es steigert die Gallenproduktion und fördert die Entleerung der Galle. Außerdem enthält das Schöllkraut noch Flavonoide und organische Säuren, wie Apfelsäure, Zitronensäure und Kaffeesäure. Die Farbe der Blüte führt zur Sonne.

Falls Du eine Blüte oder ein Blatt „anknabbern“ möchtest: Beim Genuss eines Blättchens gibt es keine Leberschädigung. Aber es schmeckt sehr scharf und bitter…

Ein paar Bemerkungen noch zum Wachstum:

Das Schöllkraut besitzt ein langes Rhizom, bis zu 70 cm lang kann es werden. Der Stängel ist leicht wollig behaart, die Laubblätter sind wechselständig und unterseitig blaugrün. Die Blätter sind fiedrig eingeschnitten.

Für Tiere ist das Schöllkraut giftig!

Im Kräutertee kann man z.B. einige der Blüten und Blätter gemeinsam mit anderen Pflanzen verwenden, zum Beispiel mit Pfefferminze und Kümmel (oder auch mit Fenchel oder Anis). Statt Pfefferminze könnte man beispielsweise auch Erdrauch, Ringelblume oder Odermennig verwenden. Es gibt also viele Möglichkeiten der Mischung. Dieser Tee sollte mit ca. 200 ml heißem Wasser übergossen werden, dann darf er maximal 8 Minuten ziehen. Abseihen und trinken. Der Tee wurde volksheilkundlich bei Gallenleiden eingenommen. (1 Tasse pro Tag sind ausreichend!) Er wirkt krampflösend.

Abgesehen davon kann man mit Schöllkraut auch gelb färben. Diese Färbung ist licht- und waschecht.

Video zum Schöllkraut